Kontakt   Impressum   Links    Partner     Bildungsspender
Grundschule Berlin-Lichterfelde
Kontakt     Impressum     Links     Partner     Bildungsspender
Startseite Über uns Projekte Aktionen AGs Klassenaktivitäten Aktuelles Schulhort Förderverein Schulinspektion Schulstation Archiv

Frage: Was ist schlimmer als eine Blockflöte? Antwort: Zwei Blockflöten.































































Die musikalischen Arbeitsgemeinschaften

Wer einmal den 7-8 Kindern unserer Blockflöten-AG gelauscht hat, wird diesem alten Kalauer nicht unbedingt mehr zustimmen wollen, zu rein sind Töne und Intonation, zu stimmig die Intervalle und Harmonien im bis zu vierstimmigen Zusammenspiel, zu überzeugend die musikalischen (Spannungs)-Bögen.

Ausgangspunkt unserer musikalischen Arbeit ist immer die Musik selber und das Erlebnis des Musik-Machens, nicht des Musik-Spielens, der Klang steht von Anfang an im Vordergrund.  

Theoretische Grundlagen, Notennamen und Notenwerte, verschiedene Tonleitern in Dur und in Moll mit den entsprechenden Vorzeichen, die Fragen der Notation etc. werden quasi nebenbei vermittelt, stets eingebunden in den musikalischen Handlungsprozess, so können auch ansonsten stupide Tonleiterübungen oder gebrochene Akkorde viel Spaß machen.

Miteinander Musik machen, aufeinander hören, gleichberechtigt sich einzugliedern in eine musikalische Gruppe, musikalische Probleme miteinander lösen zu lernen, das gegenseitige Beurteilen, aber auch Kritisieren und Verbessern, sich gegenseitig anzuspornen, zu helfen und zu fördern, sich miteinander auf eine Sache (oder auch nur auf eine Phrase) zu konzentrieren, aber auch sich miteinander Zeit lassen zu können, schult primäre soziale Kompetenzen und ist somit ein wichtiger Aspekt sozialen Lernens. Musizieren als gruppendynamischer Prozess und das Erfahren damit verbundener Erfolgserlebnisse führt zueinander, bringt enorm viel Spaß und macht Mut auf mehr, nicht nur musikalisch.

Das Gesagte gilt im gleichen Maße auch für unsere Gitarren-AG, auch hier steht das Erarbeiten eines Klangbildes, das Produzieren im Gegensatz zum Reprodu-zieren im Vordergrund. Aufgrund der Komplexität der Gitarre, aber auch der reinen Größe des Instrumentes, ist hier die Teilnehmerzahl auf etwa 3 bis 4 Schüler/innen beschränkt und ausschließ-lich den Schüler/innen der Klassen 5 / 6 vorbehalten. Hier versuchen wir, die mannigfaltige Vielfalt der Klangmöglichkeiten der Gitarre

als Melodie-, aber auch als Akkordinstrument zumindest im Ansatz zu erfahren. Auch hier werden theoretische Grundlagen vermittelt, aber eher sekundär gehandhabt; an erster Stelle steht stets der musikalische Prozess, das Miteinander-Musizieren (auch zweistimmig), das Erarbeiten verschiedener Harmonien und Improvisationen, unterschiedliche Anschlagstechniken und Rhythmen und (ganz wichtig) der schöne Ton.

Singen macht glücklich; Musik macht schlau; Kinder, die Musik machen, können sich besser konzentrieren und lernen besser; Musizieren erhöht die (auch soziale) Intelligenz, diese und ähnliche Erkenntnisse, in letzter Zeit zahlreich publiziert und durch mannigfaltige wissenschaftliche Untersuchungen untermauert, erfahrene Lehrer und Chorleiter kennen sie schon lange. Hinzu kommt, dass gerade unsere Kinder zunehmend in eine Welt hineinwachsen, in der das Primat des Konsumierens vorherrscht. Dem entgegen zu wirken, ist und muss auch Aufgabe von Schule sein.

In unserer Musik-AG machen wir Musik nicht nur mit der Stimme, unserem ureigensten Instrument, sondern mit den Händen, den Knien, dem ganzen Körper. Über Klangimprovisationen erfahren wir die Wirkung verschiedener Harmonien und ihre Stellung und Bezug zueinander, mit den Händen und Instrumenten entwickeln wir aufregende und mitreißende Rhythmen, auf den Instrumenten improvisieren wir

Melodien oder spielen vorgegebene nach. Wir versuchen, Lieder auf spannende Art zu begleiten, erfahren dabei die theoretischen Grundkenntnisse der Liedbegleitung und lernen die mannigfaltigen Klangmöglichkeiten der Schlaginstrumente und des Orffschen Instrumentariums kennen.

Alles in allem ist es immer wieder überraschend, faszinierend und ermutigend zu sehen, mit wie viel Begeisterung, Interesse und Hingabe die Kinder bei der Sache sind, wie selbst die ansonsten „coolsten Typen“ und „härtesten Burschen“ freundlich und kooperativ miteinander beim Musizieren umgehen, gemeinsam musikalische Probleme lösen oder einfach nur absolut konzentriert in ihr eigenes Spiel versunken sind, und wie viel Talent in unseren Kindern steckt.