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Grundschule Berlin-Lichterfelde
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Konflikte begleiten uns ständig und sind bei uns ein

zentrales Thema. Somit kommt der Förderung des sozialen

Verhaltens und des friedlichen, akzeptierenden Zusammenlebens

als Teil des Schulprogramms eine entscheidende Bedeutung zu.

Seit dem Frühjahr 2000 haben Schüler der 5. Klassen an unserer

Schule die Möglichkeit, an einer Aus- und Weiterbildung zum

Konfliktlotsen teilzunehmen. Die Konfliktlotsen bieten

Schülermediationen an, eine Vermittlung durch unparteiische

Dritte und Gleichaltrige (Peer-Mediation). Es werden Gesprächs-

und Zuhörtechniken vermittelt, um anderen Schülern zu helfen

und Lösungen in Streitfällen zu finden. Außerdem müssen sie

lernen, Probleme und Gefühle zu differenzieren und aus

verschiedenen Sichtweisen zu betrachten.

Die Konfliktlotsen moderieren die Streitgespräche, legen aber

nicht ihre Inhalte fest. Worüber gesprochen wird und wie die Lösung aussieht, entscheiden allein die Streitenden. Denn nur wenn die Lösungsvorschläge von den Streitenden als Ideen eingebracht werden, kann man von einer Einhaltung ausgehen. Der Kontrolle der vereinbarten Lösungsvorschläge kommt dabei eine große Bedeutung zu. Ein gemeinsamer Vertrag dient als Grundlage.

Unsere Konfliktlotsen erwerben ein Maß an Handlungswissen und ihnen werden Hilfen an die Hand gegeben, um Streitigkeiten möglichst schon im Vorfeld zu ersticken, den Streitenden zu helfen und eine tragfähige Regelung ohne Schuldzuweisung zu erzielen.

Erfolgreiche Mediation ist allerdings nur möglich, wenn diese von allen am Schulleben Beteiligten akzeptiert und mitgetragen wird. Dies kann unter Umständen auch dazu führen, dass die Kollegen die eigene Position überdenken und eventuell auch verändern müssen.

Am Ende jedes Schuljahres werden die Schüler der 4. Klassen angesprochen und ihnen die Ausbildung zum Konfliktlotsen vorgestellt. Die interessierten Schüler melden sich im Einvernehmen mit ihren Erziehungsberechtigten zu einem Kompakt-Lehrgang an. Dieser findet zu Beginn des neuen Schuljahres außerhalb unseres Schulgebäudes statt. Seit nunmehr drei Jahren sind wir dazu Gast im Gemeindezentrum in der Celsiusstraße.

Den gemeldeten Schülern werden hier die ersten sozialen Kompetenzen (Toleranz, Selbstwertgefühl, Verantwortung für sich und die Mitschüler, Teamarbeit, Fähigkeit sowie Bereitschaft zum aktiven Zuhören, Phantasie, Kreativität u.ä.) und die ersten Stufen einer erfolgreichen Peer-Mediation vermittelt.

Am Ende dieser Ausbildungswoche werden etwa 20 freiwillige Schüler von den vier Konfliktlotsenlehrern ausgewählt, um weiter ausgebildet und geschult zu werden. Die soziale Kompetenz und nicht unbedingt die schulischen Leistungen sind ein wichtiges Auswahlkriterium. Bei der Zusammensetzung der Gruppe wird auch darauf geachtet, dass neben unterschiedlichen Temperamenten auch verschiedene soziale Gruppen vertreten sind. Von der Auswahl werden die Eltern schriftlich informiert.

Nach Abschluss der Ausbildung zum Konfliktlotsen, in der Regel nach den Herbstferien, legen die Schüler eine Prüfung ab und können bei erfolgreichem Bestehen dann ihren Dienst als Konfliktlotsen beginnen. Sie gehen in einer großen Pause pro Tag mit einer roten Schirmmütze gekennzeichnet auf den Schulhof, sollen dort deeskalierend wirken und ihre Hilfe anbieten. Zur Betreuung und Hilfestellung steht ihnen jeweils ein Konfliktlotsenlehrer während der Pause auf dem Hof zur Seite. Gewünschte Mediationen finden in einem eigenen Raum innerhalb des Schulgebäudes statt.



Konfliktlotsen