Konfliktlotsenausbildung 2007

 August 2007

 

Hofpausen ohne Streit!?

 Konfliktlotsen sind Kinder, die dabei helfen Konflikte zu lösen. Wir sind Konfliktlotsen geworden, weil wir Kindern helfen wollen und auch hoffen, dass es irgendwann auf dem Schulhof keinen Streit mehr gibt.

In unsere einwöchige Ausbildung kam Frau Wischner von der Polizei. Sie hat uns beigebracht, wie man sich als Konfliktlotse klug verhalten kann. Dann haben wir ein Lied gelernt, das „Starke Kinder“ hieß. Nach ein paar weiteren Wochen mussten wir uns auf einen Test vorbereiten. Eine Sechstklässlerin hat uns einige Fragen aufgeschrieben: Wie muss man sich bei Konfliktlosen-Gesprächen verhalten? Wie lauten die Körperfragen? Manche hatten bestanden und manche auch nicht. Die nicht bestanden hatten, durften wiederholen. Und zum Glück bestanden am Ende alle Konfliktlotsen.

Zur Zeit sind 3-4 Konfliktlotsen in einer Gruppe. Wir durften uns Kinder aussuchen, mit denen wir gerne in einer Gruppe sein wollten.

Jetzt könnt ihr uns an den roten Mützen erkennen.

(Anna, Bita, Bich)

 

 Konfliktlotsenausbildung und Polizeitipps

Wir wollten Konfliktlotsen werden, weil wir den Kindern bei ihren Konflikten helfen möchten.

Wenn man Konfliktlotse werden möchte, muss man eine Ausbildung machen. Die Grundausbildung dauert eine Woche. Dabei haben wir von Frau Wischner (Polizistin) gelernt, dass wir, wenn jemand drohend auf uns zukommt, weggehen sollen. In der Ausbildung lernten wir auch sechs Fragen, mit denen wir ein Konfliktlotsengespräch führen können. Zusätzlich lernten wir die Begrüßung und die Regeln; damit wird ein Gespräch begonnen. Als wir die Ausbildung bestanden hatten (nach den Herbst-ferien), liefen wir zuerst mit den älteren Konfliktlotsen. Nach den Weihnachtsferien sind wir mit unseren Fünftklässlern in eine 3er- bis 4er-Gruppe gekommen.

Seitdem führt jeder Konfliktlotse durchschnittlich zwei Konfliktlotsengespräche pro Woche. Die Arbeit macht uns Spaß. Es stört uns jedoch, wenn ein Gruppenmitglied einen anderen Weg geht.

(Cansu, Chrissi)

 

Paula erklärt die Konfliktlotsenausbildung

 Hans fragt: „Hallo, ich heiße Hans, wofür habt ihr die roten Mützen?“  Paula erklärt: „Das war so: In der 4. Klasse sind Konfliktlotsen zu uns gekommen und haben uns gefragt, ob wir Konfliktlotsen werden wollen?“

In der 5. Klasse machten wir eine Ausbildung zum Konfliktlotsen. In der Ausbildung kam eine Polizistin zu uns, sie heißt Ulrike Wischner. Sie hat uns beigebracht, dass wir weggehen sollen, wenn uns jemand blöd anmacht. Die gesamte Ausbildung dauerte ca. 4 Monate. Dann mussten wir mit den 6.-Klasse-Konfliktlotsen eine Prüfung durchführen und anschließend mit ihnen auf dem Hof die ersten Dienste machen. Nach weiteren vier Wochen wurden wir in Gruppen eingeteilt. Ich bin mit 3 weiteren Fünftklässlern in einer Gruppe! Wir sind dazu da, um Streit zu lindern und dafür zu sorgen, dass erst keiner entsteht. Man sollte auf die Konfliktlotsen hören.

Hans fragt: „Und in welcher Klasse kommt ihr zu uns?“ Paula antwortet: „Ende der vierten Klasse.“ Hans fragt: „Kann ich auch ein Konfliktlose werden?“ Paula sagt: „Na klar, wenn du dich dafür einsetzen möchtest.“

(Chantale, Marlon)

 

 Die Aufgaben eines Konfliktlotsen

 Uns kann man an unseren roten Mützen erkennen. Ca. 40 Konfliktlotsen gibt es an unserer Schule.

Wir mussten eine harte Ausbildung durchmachen. Wir bekamen rote Zettel, auf denen Körperfragen standen: 1. Was ist passiert? 2. Was wolltest du damit erreichen? 3. Wie hast du dich dabei gefühlt? 4. Kennt ihr euch schon länger? 5. Was wünschst du dir von ihr/ihm? 6. Was bist du bereit zu tun? Wir haben die Körperfragen gelernt, damit wir ein gutes Konfliktlotsen-Gespräch führen können.

Die Konfliktlotsen schlichten Streit an unserer Schule. Wir mussten, bevor wir richtige „Koflos“ waren, mit den Sechstklass–Koflos auf dem Schulhof arbeiten. Nach ca. zwei Monaten durften wir selber in Gruppen auf den Hof gehen. Wir haben jeder zwei Partner.

(Dacius, Vera und Felix)

   

Unsere Arbeit als Konfliktlotsen

 Wir sind Konfliktlotsen der Mercator-Grundschule. Konfliktlotsen helfen bei Konflikten. Wir Konfliktlotsen haben in der fünften Klasse mit der Ausbildung angefangen. Wir versuchen Streit zu vermeiden, indem wir mit einem STOPP-Ruf dazwischen gehen. Es ist nicht leicht größere Kinder dazu zu bringen, dass sie uns zuhören.

Im Konfliktlotsengespräch klären wir folgende Sachen: „Was ist passiert? Kennt ihr euch schon länger? Wie hast du dich dabei gefühlt? Was wünschst du dir von ihm oder von ihr? Was bist du bereit zu tun?

Die Konfliktlotsen tragen als Erkennungssymbol rote Mützen mit ihrem Namen drauf. Es gab auch schon mehrere Gespräche, die wir mit Erfolg gelöst haben. Es gibt aber auch negative Situationen, bei denen wir die Konfliktlotsenlehrer dazugeholt haben. Wenn du keine Aufsicht hast oder du kein Konfliktlotse bist und es streiten sich Kinder, dann hole mehrere Konfliktlotsen. Du kannst auch einen Lehrer oder Lehrerin holen. Wir als Konfliktlotsen dürfen auch, wenn die Kinder gar nicht aufhören wollen sich zu schlagen, mit ihnen in ihre Klassen gehen.

Nach unserer Ausbildung wurden wir alle in eine Zweiergruppe aufgeteilt und sind noch ein paar Wochen mit den älteren Konfliktlotsen über den Hof gelaufen.

Wir würden dir raten bei einem Streit auch zu den Konfliktlotsen zu gehen.

(Dalina, Emre)

 

Die rotmützigen Konfliktlotsen

 Wie du siehst, haben wir rote Mützen auf. Die sind dazu da, dass die Kinder, die sich miteinander streiten, wissen, dass wir ihnen helfen können - denn wir sind Konfliktlotsen.

Wir sind da um Konflikte zwischen Kindern zu lösen. Wir passen auf, dass niemand geärgert oder geschlagen wird. Wir wollen Streitigkeiten zwischen Kindern schlichten, bevor sie sich schlagen. Die Konfliktlotsen lernen sogenannte Körperfragen, mit denen sie ein Gespräch mit zerstrittenen Kindern führen:

 Kopf:              Was ist passiert?

Hände:           Was wolltest du damit erreichen?

Herz:               Wie hast du dich dabei gefühlt?

Bauch:            Kennt ihr euch schon länger?

1. Bein:          Was wünschst du dir von ihr/ihm?

2. Bein:          Was bist du bereit zu tun?

 Wir sind Konfliktlotsen geworden, weil, wenn wir mal einen Konflikt haben, ihn dann selber lösen können.

 Wenn es dir Spaß macht, werde auch ein Konfliktlotse!

 

 Die Ausbildung

 In der 4. Klasse wurden wir gefragt, ob wir dazu bereit wären Konfliktlotsen zu werden. Wir haben uns bereit erklärt Konfliktlotsen zu werden. Wir trafen uns in der Schule und gingen dann in das Gemeinde-Zentrum. Dort wurde uns ein Raum zur Verfügung gestellt. Da lernten wir z. B. die Körperfragen und bearbeiteten Arbeitsblätter zusammen.

Dann kam eine Polizistin namens Frau Wischner. Sie hat mit uns viele Verhaltensweisen geprobt und uns gezeigt, wie man sich in diesen Situationen verhält (z. B.: Wenn du ein komisches Gefühl im Bauch hast und Angst hast, dann kannst du die Straßenseite wechseln).

Wir haben sogar unser eigenes Logo. Es stellt eine Geschichte dar: Es geht um zwei Esel, die zusammengebunden sind und sich um 2 Heuhaufen streiten:

(Hana, Ugur)

 

 Regeln beim Konfliktlotsengespräch

Wir Konfliktlotsen helfen Streitigkeiten zu schlichten. Wir wurden dafür ausgebildet. Du erkennst uns an den roten Mützen. Wenn wir die rote Mütze aufgesetzt haben, dann beginnt unser Dienst. Wir erklären den Kindern, dass sie sich nicht schlagen dürfen. Wenn Kinder sich auf den Hof doch streiten, dann gehen wir manchmal in den Konfliktlotsenraum-Raum. Dort besprechen wir den Konflikt. Wir stellen den Kindern Fragen, und sie müssen sie beantworten.

Zuerst weisen wir den Kindern Plätze zu, dann erklären wir ihnen die Regeln. Wir müssen uns an zwei Regeln und die Streitenden auch an zwei Regeln halten.

Regeln für die Konfliktlotsen: 1. Von uns erfährt niemand, was wir hier besprechen.  2. Wir sind unparteiisch, das heißt, wir werden keinen von euch bevorzugen.

Regeln für die Streitenden: 1. Ihr sollt euch gegenseitig ausreden lassen. 2. Ihr dürft euch auch nicht gegenseitig beleidigen oder angreifen.

Wenn wir Konfliktlotsen den Streit schlichten, dann geht das meist gut aus. 

(Jasmin, Nicole)

 

 

 Konfliktlotsenausbildung

Konfliktlotsen sind Schüler aus den fünften und sechsten Klassen. Uns Konfliktlotsen erkennt man an den roten Mützen. Wir haben die Aufgabe, Streit auf dem Hof zu schlichten (z.B. wenn Kinder sich prügeln, streiten, sich gegenseitig mit Steinen bewerfen, spucken u. a). Eine sehr wichtige Regel für uns ist dabei: „Wir müssen unparteiisch sein.“

Wir wurden von 4 Lehrern/-innen ausgebildet. In der Ausbildung haben wir z.B. das Lied „Starke Kinder“ gelernt Der Refrain lautet: „Starke Kinder halten felsenfest zusammen, Pech und Schwefel die sind gar nichts gegen sie, ihren Rücken lassen sie sich nicht verbiegen, starke Kinder, die zwingt keiner in die Knie.“

Wir haben auch ein Blatt bekommen, auf dem ein Eisberg abgebildet war. Der Eisberg sollte uns Kinder darstellen: Dass, was man von dem Eisberg sehen konnte, war das Äußere von uns (also die Mimik oder Gestik). Dass; was man von dem Eisberg nicht sehen konnte, war das Innere von uns (also Wut und Angst). Bei einem Streit sieht man nur den oberen Teil des Eisberges bei den Streitenden. den unteren teil müssen wir dann mit den so genannten „Körperfragen“ (Herz: Wie hast du dich dabei gefühlt?) bei einem Konfliktlotsengespräch erfragen. Manchmal ist es ziemlich schwer bei einem Gespräch.

Als wir mit der Ausbildung fertig waren, mussten wir einen Test schreiben. Dann durften wir auf dem Schulhof Dienst machen; aber zum Anfang nicht alleine, sondern mit den Sechstklässlern. Nach einem halben Jahr durften wir in Dreiergruppen als ausgebildete Konfliktlotsen Dienst versehen.

(Nico, Marlen)