Hoch begabte Schülerinnen und Schüler an der Mercator-GS

„ Es gibt nichts Ungerechteres als die gleiche Behandlung

von Ungleichen“

Paul F. Brandwein

Amerik. Psychologe (1912-1994)

Hoch begabte Schülerinnen und Schüler haben ein Recht darauf, ihren Begabungen entsprechend in der Schule

gefordert und gefördert zu werden, damit sie ihre Potentiale entfalten können. Die Mercator-GS nimmt sich schon

seit geraumer Zeit dieser Kinder mit besonderem Interesse an.

 

Insbesondere die seit 10 Jahren praktizierte Altersmischung bietet eine optimale Voraussetzung für individuelle,

dem Wissensdrang und Leistungsvermögen entsprechende Förderung. Schon die räumlich-materiale Ausstattung

regt an, die Fertigkeiten und Fähigkeiten über das übliche Maß hinaus zu fördern und zu fordern. Dem individuellen

Tempo werden Arbeits-/ Wochenpläne gerecht.

 

Aber auch Kinder mit Hochleistungspotential haben ihre Schwächen, z.B. in Teilleistungsbereichen oder auf der

emotional-sozialen Ebene. Geduldig zu sein, Schwächeren zu helfen, sich auch zurücknehmen zu können, Misserfolge

zu verkraften sind wichtige Bereiche unseres Lebens, bei denen die Schüler die notwendige Unterstützung erfahren.

 

Zum Schuljahr 2009/10 hat die Mercator-GS zusätzliche spezielle Förderstunden für Hochbegabte/ Kinder mit

Hochleistungspotential eingerichtet.

 

In Kleinstgruppen (2-3 Schüler), aber auch bei Bedarf als Einzelunterricht wird hier auf die besonderen Wünsche/

Bedürfnisse

oder auch Schwächen der Kinder eingegangen. Letzteres erfolgt in Absprache mit den KlassenlehrerInnen.

Aktuell widmen sich zwei Fünftklässler naturwissenschaftlichen Versuchen, die sie selbst aussuchen, vorbereiten,

durchführen, protokollieren und nachbereiten.

 

Eine Kerze brennt weiter, obwohl der Wasserspiegel  inzwischen über der Höhe der Flamme liegt.

Ein Zweitklässler faltet  mit Sorgfalt und Hingabe

Origami-Figuren, nachdem er ein Flugsauriermodell 

zusammen gesetzt hat.

Ein Drittklässler sieht in den Extrastunden einen Anreiz, sein Arbeitstempo bei der Wochenplanarbeit zu steigern, um dann wieder in der Natur mit dem Stethoskop Holzwürmer in alten Bäumen belauschen zu können. Ansonsten müsste er sein Pensum stattdessen nachholen.

Kann man mit der Farbe der Beere auch malen?  Wir

probieren es aus. Was kann man damit noch machen? Wie

heißt der Strauch,an dem diese Beeren wachsen? Sind sie

giftig? Was sind da für kleine Körnchen drin?  Bücher, das

Internet oder die Lehrerin helfen, die vielen Fragen zu

beantworten.

 

Weitere Anregungen für die Schüler erfolgen u.a. aus folgenden Bereichen:

·       Philosophieren

·       Expertenkontakte

·       Projektarbeiten/Schülerpräsentationen zu selbst gewählten Spezialthemen

·       Politik

·       Wort- und Sprachspiele, Artikel für die Schülerzeitung verfassen

·       Denksportaufgaben/Knobeleien

·       Förderung der Kreativität in den Bereichen Schreiben, Theater, bildnerisches Gestalten, Musik

        ( Orff´sches Instrumentarium)

·       Teilnahme an Wettbewerben u.v.m.

 

Die mit der Hochbegabten-Betreuung betrauten KollegInnen nehmen regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen/

Beratungen der Fachverbände etc. teil und stehen in engem Kontakt mit den Eltern.